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Diebstahlschutz Auto: Sicherheitslücke Keyless Go Schlüssel

Zahlreiche technische Entwicklungen haben den Komfort des Autofahrens in den letzten Jahrzehnten spürbar verbessert. Sehr positiv sind auch die Fortschritte im Bereich der Sicherheitstechnik. Dabei denken vermutlich die meisten Menschen als Erstes an Dinge wie Airbags oder ESP. Andererseits gab es auch im Bereich des Diebstahlschutzes zahlreiche wichtige Fortschritte. Ein in letzter Zeit sehr kontrovers diskutiertes Thema sind kontaktlose Autoschlüssel. Auf den ersten Blick sind diese für den Fahrer eine nette Vereinfachung – so kann man beispielsweise schnell mal den Getränkekasten in den Kofferraum stellen, ohne ihn dabei absetzen zu müssen. Andererseits gehen mit kontaktlosen Autoschlüsseln auch eine Reihe neuer Risiken einher. Aus diesem Grund möchten wir uns in diesem Artikel mit dem Thema etwas näher befassen.

Gliederung zum Thema kontaktlose Autoschlüssel:

Keyless Go: Risiken kontaktloser Autoschlüssel

Kontaktlose Autoschlüssel funktionieren in der Regel so: der Schlüssel sendet per Funk ein verschlüsseltes Signal an einem Empfänger, der sich im Fahrzeug befindet. Dort wird das Signal entschlüsselt und der Befehl (Auto auf / Auto zu) ausgeführt. Normalerweise ist es nicht möglich das Signal nachzuahmen – dies ist nur dann möglich, wenn man den Entschlüsselungscode kennt. Bedauerlicherweise haben in der Vergangenheit jedoch einige Fahrzeughersteller nicht für jedes Fahrzeug einen eigenen Code (wie zum Beispiel bei einer Bankkarte) verwendet. Stattdessen wurde für hunderttausende Autos derselbe Code verwendet, wodurch die Öffnung des Fahrzeuges für Diebe zum Kinderspiel wird.
Eine beliebte Vorgehensweise der Diebe funktioniert wie folgt: diese positionieren sich mit den entsprechenden technischen Geräten auf einem großen Parkplatz und fangen von den ankommenden Fahrzeugen die ausgesendeten Signale beim Verschließen des Fahrzeuges durch den Fahrer ab. Anschließend nutzen Sie den ihnen bereits bekannten Entschlüsselungscode, ahmen das Signal nach, Öffnen das Auto und entnehmen anschließend Gegenstände, die sich im Fahrzeug befinden.
Diese Methode ist vor allem deshalb so effektiv, weil im Nachhinein keine Spuren einer Gewalteinwirkung erkennbar sind. Die von den Kriminellen verwendeten Geräte sind für weniger als 100 Euro erhältlich und sehr einfach zu tarnen (beispielsweise in einem Rucksack oder Beutel).
Die beschriebene Sicherheitslücke betrifft laut Schätzung von Forschern in etwa 100 Millionen Fahrzeuge. Betroffen sind dabei zahlreiche europäische Autohersteller (unter anderem VW, Audi, Opel, Nissan, Renault).

Auto gegen Diebstahl schützen: so geht es

Zunächst muss betont werden, dass vor allem ältere Fahrzeuge (Baujahr zwischen 1995 und 2010) von der beschriebenen Sicherheitslücke betroffen sind. In aktuellen Fahrzeugmodellen werden zumeist andere Sicherheitstechnologien eingesetzt, die derzeit (noch) als sicher gelten.
Sie fragen sich nun bestimmt, welche Möglichkeiten bestehen, um sich vor einem möglichen Diebstahl zu schützen.

  • Die vermeintlich einfachste Möglichkeit besteht darin, keine Wertgegenstände im Auto zu hinterlassen. Selbst, wenn dann der Fall eintritt, dass das Fahrzeug fremdgeöffnet wird, erleidet man somit keinen Verlust. Leider besteht aber selbst dann noch die Möglichkeit, dass die Diebe fest verbaute Teile der Innenausstattung (Radio, Navigationssystem, Airbags) stehlen.
  • ein weiterer Tipp besteht darin, auf die Benutzung der Funkfunktion teilweise zu verzichten und das Fahrzeug per Schlüssel direkt zu öffnen. Dies ist vor allem an Orten, an denen sich zahlreiche Fahrzeuge (Einkaufszentrum, Parkhaus) bzw. Menschen befinden empfehlenswert.
  • darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich beim Hersteller des eigenen Fahrzeuges nach individuellen Schutzmaßnahmen zu erkundigen. Möglicherweise kann das zur Entschlüsselung verwendete Standardpassword geändert werden. Nach einer Änderung des Passwortes ist es nicht mehr möglich das Funksignal zu imitieren. Eventuell besteht auch die Möglichkeit das entsprechende Chipmodul aus dem Fahrzeug zu entfernen, sodass dieses von niemandem mehr (auch nicht dem Eigentümer) per Funk geöffnet werden kann.

Sollten Sie demnächst ein neues Auto kaufen, empfehlen wir Ihnen ein Fahrzeug zu wählen, das so konzipiert wurde, dass möglichst wenige Angriffspunkte für Diebe bestehen. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren sie im nun folgenden Abschnitt.

Autodiebstahl der Zukunft: Cyberkriminalität

Das Thema Cyberkriminalität wird in den kommenden Jahren immer mehr auch im Bereich des Autos an Bedeutung gewinnen. Heutzutage wird in den Fahrzeugen immer mehr Technik verbaut und es ist für viele Leute schwer den Überblick zu behalten. Zahlreiche Fahrzeugmodelle besitzen bereits heute eine mobile Internetverbindung und stehen in permanentem Datenaustausch. Gesammelt und übertragen werden dabei umfangreiche Informationen, beispielsweise der Standort des Fahrzeuges und Streckenverläufe. Staus können somit schnell erkannt werden und diese Information an andere Fahrzeuge weitergegeben werden. Der Fahrer ist somit in der Lage die Zeit im Auto immer effizienter zu nutzen und möglichst schnell an sein Ziel zu gelangen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass er für diesen Nutzenzuwachs mit sehr sensiblen Informationen bezahlt. Denn nicht nur Streckenprofile, sondern auch Telefonbücher und Anruflisten des Fahrers können von außen abgerufen werden. In einigen Fahrzeugen sind bereits heute Kontodaten des Fahrers im Speicher hinterlegt, um beispielsweise Parkgebühren zu bezahlen. Geraten diese Informationen in die falschen Hände, könnte dies schwerwiegende Folgen haben.
Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor dem Kauf mit diesem Thema Datenschutz im Auto auseinanderzusetzen und im Autohaus möglichst viele Fragen zu stellen:

  • Ist im Fahrzeug eine SIM-Karte eingebaut?
  • Welche persönlichen Daten werden im Fahrzeug gespeichert?
  • Welche Daten werden vom Fahrzeug nach außen übertragen?
  • An wen werden die Daten übertragen?
  • Ist es möglich diese Übertragung zu unterbinden?

Wir hoffen Ihnen mit diesem Beitrag weitergeholfen zu haben. Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

Gerne verweisen wir hiermit noch auf unser großes Sortiment an Schlössern, unseren Schlüsselnotdienst sowie die Möglichkeit, bei uns Ihre Schlüssel nachmachen zu lassen. Ihr Team vom Schlüsseldienst Rückert

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